Die Kirche und ihre Seelsorger

Nach einer Notiz im Pfarrurbar erfolgte am 1. Juli 1701 die feierliche Grundsteinlegung durch Pfarrer Bartholomeus Essendir von Pfronten in Anwesenheit des Herzogs Maximilian Phillip und seiner Gattin Eleonora von Bulion. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch Niemand erahnen welch mühevoller und langer Weg bis zur entgültigen Fertigstellung des Kirchenbaues zu beschreiten sein würde.
An der Stelle, an der die heutige Pfarrkirche St. Michael steht gab es bereits mehrere Vorgängerkirchen oder Kapellen. Die erhaltenen Aufzeichnungen darüber sind allerdings sehr spärlich.
Die Seelsorge in Niederhofen wurde von dem jeweiligen Pfarrer von Waltenhofen ausgeübt. Schon 1328 gebot Friedrich, Bischof von Augsburg dem Pfarrer zu Waltenhofen, ?dass er alle Tag wenn er die Mess lesen woll oder mag, die erste Mess in Waltenhofen in der rechten Pfarrkirch und Mutter haben muss, desselben Tags soll er dann auch eine Mess haben zu Niederhofen in der Tochterkirche.?
In früheren Zeiten stand hier ein kleines Kirchlein; war doch Niederhofen nur eine Filiale der Urpfarrei Waltenhofen und hatte deswegen weder Tauf- noch Beerdigungsrecht. Die Pfarrer von Waltenhofen betonten denn auch immer diese Nebenstellung der Kirche in Niederhofen. Im Pfarrurbar lesen wir 1327 ?Item weisen wir darauf hin, dass die Kirche zu Nyderhofen keine Pfarrkirche ist, sondern eine Filialtochter und Capel, gehoerend in die Pfarrkirche zu Waltenhofen.?
Weihbriefe liegen vor von Weihbischof Wilhelm aus dem Jahre 1422, wo dieser die Filialkirche in Niederhofen reconciliierte und den Hochaltar weihte. Vom 05.07.1448 wo Weihbischof Wilhelm wieder eine Reconciliation vornahm und den Seitenaltar gen Norden zu Ehren des hl. Bekenners Bernhard, des Martyers Sebastian und der 11.000 Jungfrauen weihte.
Warum in so kurzer Zeit 2 Reconciliationen notwendig wurden, wissen wir nicht; vielleicht war die Kirche in den häufigen Fehden der bayerischen Herzöge entweiht worden.
Ritter Stephan von Schwangau, dessen Epitaph in den Sockel des rechten Chorbogenpilasters der heutigen Kirche eingemauert ist, bereitete Schritt für Schritt die Stiftung einer eigenen Seelsorgestelle in Niederhofen vor. Zuerst erwarb er vom Bischof in Augsburg die Erlaubnis des Taufens. Die Urkunde darüber ist im Pfarrurbar aufgezeichnet.
1462 erlaubt ?Peter von göttlichem Erbarmen der heiligen römischen Kirchen, Kardinal und Bischof von Augsburg? in einem am Sankt Franziskustag in Füssen abgefassten Brief die Aufstellung eines Taufsteins und die Spende der hl. Taufe in der Kirche zu Niederhofen.
Die große Ausdehnung der Pfarrei Waltenhofen brachte auch den dortigen Pfarrern große Beschwernis. Wenn die Geistlichen tatsächlich an einem Tag in Waltenhofen und Niederhofen Gottesdienst halten mussten, wie von Bischof Friedrich bereits 1328 bestimmt, so mag dies besonders in Winterzeiten recht unangenehm gewesen sein. Es ist darum zu verstehen, dass sich der Gerichtsherr Stephan von Schwangau mit der Stiftung einer ewigen Messe nach Niederhofen besonderen Verdienst erwarb. Die Geistlichenstelle, die damit errichtet wurde, war nach heutigen Begriffen eine exponierte Kaplanei. Die Rechte und Pflichten wurden im Stiftungsbrief von 1464 festgelegt.
Wahrscheinlich erfolgte um diese Zeit auch ein Neubau der Kirche, denn im Oktober 1463 erfolgte eine Kirchweihe. Der Weihbrief lautet verdeutscht also: ?Jodokus durch Gottes und des heiligen apostolischen Stuhles Gnade Bischof zu Adremit, auch des hochwürdigsten Vaters in Christo, Herrn Paulus, durch göttliche Barmherzigkeit zum hl. Vitalis, der hl. Römischen Kirche Kardinalpriesters und Bischofs zu Augsburg, Generalvikar, tun hiermit allen und jedem Christgläubigen, die diesen Brief lesen kund, dass wir im Jahre 1463 am vorletzten Sonntag des Monats Oktober geweiht haben; die Filialkirche zum hl. Michael in Niederhofen, gehörend zur Pfarrkirche in Waltenhofen, Diözese Augsburg, zugleich mit einem Teil des Friedhofs und zwei Altären. Und zwar die Kirche zu Ehren des Erzengels Michael, den Hochaltar zu Ehren des selben hl. Michael, der allerseligsten Jungfrau Maria und der hl. Jungfrau Barbara. Den anderen Altar, gelegen auf der rechten Seite zu Ehren des hl. Erzmartyrers Stephanus, der hl. Jungfrauen Agnes und Agathe.
Ferner haben wir angeordnet und bestimmt, dass die Kirchenweihe besagter Filialkirche für alle Zeiten feierlich begangen werde am nächsten Sonntag nach der Osteroktav. Auch gewähren wir auf Wunsch allen, die, die erwähnte Kirche an der Kirchweihe, an Weihnachten, an der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, an Pfingsten und an allen Festen der seligsten Jungfrau Maria und der Patrone, andächtig besuchen und sich hilfreich erweisen, bauend auf Gottes Barmherzigkeit und auf die Macht der Apostel Petrus und Paulus, so oft dies zutrifft, einen Ablass von 40 Tagen für schwere und ein Jahr für leichte Kirchenstrafen. Zu erwähnter Urkund haben wir unsere Pontifikatsiegel anhängen lassen. Gegeben und geschehen im Jahr und Tag und Ort wie oben steht.?


Gering und mangelhaft sind in den folgenden Jahren Angaben, sowohl über die Kirche (Bau und Instandhaltung) als auch über die ersten Kapläne in Niederhofen die über Namensnennungen kaum hinausgehen.

aus Roßhaupten aus Roßhaupten

1465

Herr Sigmund Kaplan ein ?lediger? von Schwangau.

1469

erscheint bei der Jahrestagsstiftung des Jörg Faulenbach von

 

Berghof als Siegelzeuge Konrad Gegelin Kaplan.


Danach fehlen auf 80 Jahre hinaus die Angaben über die Kapläne. Vielleicht war die Stelle damals auch nicht besetzt.
Es folgen sporadisch kurze Hinweise und Auszüge aus den Kirchenrechnungen und Bauausgaben für die Kirche.
?Im Jahre des Herrn 1529, am Tage der Apostel Simon und Juda wurden geweiht zwei Altäre; St. Stephanus und St. Leonhard durch den Hochwürdigen Bischof Heinrich von Adremit; und begabt mit Ablässen.?

1549

Mang Vischer Kaplan.

Sein Name steht auch im Saalbuch von 1567. als er 1549 bei einem Flachszehentstreit als Zeuge auftritt, gibt er an er sei 48 Jahre alt und auf dem Schober, Schwangauer Gericht geboren. 22 Jahre sei er in der Pfarrei Waltenhofen gewesen.
Ab 1575 liegen noch die Kirchenrechnungen vor, wenn auch mit Lücken. Aus diesen entnehmen wir folgende Namen:

1575/76

Hans Hoberger

1577

Christoph Frühschutz ; 1618 in Elmen (Lechtal)

1579-1587

Rasso Veichtmeir

1587/88

Hans Schauer

  1561 besuchte er die Dillinger Universität. 1589 wurde er Pfarrer zu Waltenhofen, wo er bis 1607 wirkte.

1589/90

Sebastian Hochenberg

1590-1599

Sebastian Schelle

1601

Melchior Hartmann

  beschwerte sich über den Hauptpfleger zu Niederhofen, Korbinian Mittermaier.

1602

Veit Grim

  bezahlt 30 kr. für Eintrittsgeld zum Kapitel Füssen.

1606

Michael Bachschmidt

  das Visitationsprotokoll vom 08.10.1607 meldet: Katechismus (Christenlehre) kann er nicht halten, da seine Schäflein weit zerstreut sind und bis jetzt nicht gesammelt werden konnten.

1613

Konrad Sprenger ; von Zell

1614

Konrad Zweng

  Kaplan Konrad Zweng wandte sich in einem Schreiben vom 13.03.1616 an den Generalvikar Zacharias Furtenbach wegen der Recompensation (Vergütung) die der Pfarrer von Waltenhofen einem Kaplan auf der Filiale Niederhofen für die Seelsorge schuldig sei. Die Streitigkeiten dauerten schon lange, es bestand nur ein Privatvertrag. Es ging darum, dass der Teil der Zehnten der aus dem Niederhofer Bereich kam völlig nach Waltenhofen ging und der Kaplan, von dem kleinen Holzgefäll nicht existieren konnte.

1617

Johann Stöger

  im Oktober 1618 war Visitation. Es wurde gerügt: die Altartücher könnten sauberer sein.

1620

Thomas Ertl

Visitation im Juni 1625. Viele Gottesdienstgeräte sind schadhaft; der Friedhof ist mit Buschwerk bewachsen. Das Haus der unschuldigen Kindlein hat kein Dach; der Friedhof bei St. Peter ist voll Dornengestrüpp. Eine weitere Visitation (ohne Jahreszahl) weiß von ihm: Thomas Ertl ist seit ungefähr 8 Jahren in Niederhofen. Er trinkt sehr gerne, sonst ohne Fehler, sorgfältig. Katechse will er halten, wenn nur die Pfarrkinder folgen würden. Er ist kein Ökonom, hat gerne kleine Mädchen als Familie. Die Einkünfte bestehen aus gewissen Zehnten, Zinsen und einem Gut.
600 Kommunikanten.

1628-31

Sebastian Gruber er legte Taufmatrikel an; beginnend 1628.

Aus dem Bistum Konstanz stammend. Wurde oftmals verwarnt und angewiesen seine Magd zu entlassen. Als er sich in Augsburg verantworten sollte ist er ?ausgeflogen? hat den Pfarrhof ?fleißig ausgeräumt? und noch ansehnliche Schulden hinterlassen.

1631

Johann Stauß von Eresing bei Landsberg

Magister der Philosophie.
Aus einem Schreiben des Dekan Gasser vom 28.11.1631 an den Generalvikar erfahren wir: dass ?Herr Strauß, angehender Kaplan zu Niederhofen dauern Differenzen mit dem Plegsverwalter hat und zur Verhinderung dessen, es gut wäre, dass dieser Herr in die Aschau (bei Reutte) versetzt würde. Stattdessen sollte sich der Kaplan von Sonthofen oder ein Anderer nach Niederhofen begeben.? Er starb aber zu Niederhofen, wohl an der Pest.

1633

Johann Jakob Reutter von Bopfingen

  der Kathedralkirche zu Augsburg Chorvikar und Notar, Kanoniker der Kirche St. Peter und Gertrud. Er bemerkt in Niederhofer Taufbuch: "Nach der Vertreibung des Klerus aus Augsburg, der sich zur Zeit in Hall am Inn aufhält, mit Unterzeichnetem, nach dem Hinscheiden des ehrwürdigen und hochgelehrten Herrn Magister Johannes Strauß von Eresing, der einst die Kaplanei Niederhofen inne hatte, mir diese gnädigst verliehen. Am 25.08.1633 trat ich diese Stelle an, nachdem ich zuvor mit dem oben erwähnten Klerus 18 Wochen in der Stadt Füssen verweilt hatte."

1635/36

Michael Meichelbeck

Auch er verewigte in kurzen Worten seine erlittenen Kriegsdrangsale im Taufbuch: ?Ich Michael Meichelbeck, einst 14 Jahre Pfarrer zu Eberbach, dann aber durch die Grausamkeit der schwedischen Soldaten sowie durch Plünderung an den Bettelstab gebracht und vertrieben, habe am 24.11.1635 die Vikarie zu Niederhofen angetreten.? Nur 1 Jahr dauerte sein Aufenthalt in Niederhofen, dann hat ihn wahrscheinlich die Pest dahingerafft.

1636-1638

Johann Heuserer

Er schrieb ins Taufbuch: ?14. Dezember 1636 trat diese Kaplaneikuratie an: Johannes Heuserer, Pfarrer zu Rettenbach und Remnatsried am Auerberg mit dem Vorhaben bei Eintritt des Friedens wieder abzuziehen.?
Der Pfleger zu Oberdorf führte Klage über Heuserer, dass dieser schon öfter bestraft worden sei, weil er sich gerne in weltliche Händel einmischte die ihn gar nichts angingen.

1638-1658

Lorenz Gast von Mindelheim

Seine Amtstätigkeit fiel noch zur Hälfte in die Zeit des Schwedenkrieges. Vorüber war die Pest, die so viele Opfer in seinem Wirkungskreis gefordert hatte. So traf ihn gleichsam die Zeit des Wiederaufbaues. Über ihn erfahren wir hauptsächlich aus Visitationsberichten folgendes: 1642 Niederhofen eine Kaplaneikuratie. 360 Kommunikanten; alle haben auf Ostern gebeichtet und die hl. Kommunion empfangen. Lorenz Gast führt sich gut.
05.09.1644 Kapitel in der Marienkapelle in Füssen: Lorenz Gast ist im 7ten Jahr in Niederhofen. Katechismus wird gelehrt, um Kirche wie Gläubige ist es gut bestellt.
Nach dem Vissitationsbericht von 1650 ist Gast 67 Jahre alt. Er zelebriert wöchentlich drei oder vier mal. 450 Kommunikanten. Er beichtet alle Monat bei den Patres in Steingaden. 1651 wird dabei gemeldet, dass in der Kirche alles gut bestellt sei. Nicht soviel Lob weiß die Vissitation von 1658. da wird gerügt, dass er die Beichte über 1 Monat hinausschiebe, auch nicht jeden Sonntag Christenlehre halte. Er lebe sehr verschwenderisch, so dass man fürchten müsse, er möchte, nach dem seine Kräfte gebrochen sind, einmal der Diözese schwer zu Last fallen.

1658

Pater Milo Dedinger

  Vikar in Trauchgau, vikarierte in Niederhofen. Pater aus dem Kloster Steingaden.

1658-1662

Michael Kurz von Rettenberg im Allgäu

Er taufte erstmals am 28.11.1658 in Niederhofen. Pfleger Peter Franz Merman bezeichnete ihn in einem Schreiben an den Generalvikar als einen, der ein schlechtes Prädikat hat und somit einen guten Hofmeister vonnöten hätte.

1662-1676

Magister Georg Waibel von Sonthofen.

Die erste Taufe in Niederhofen hielt er am 23.05.1662. Die Visitation von 1665 erwähnt, dass er 25 Jahre alt sei. Es gibt keine Klage gegen ihn. Der Pfarrhof bedarf der Erneuerung. Am 10.03.1666 bittet er um Erlaubnis zum Messelesen in der Buchinger Kapelle auf weitere 6 Jahre, es würden dort viele Votivmessen bestellt, auch Wallfahrten dahin abgelegt und vielen sei schon geholfen worden. Die Erlaubnis wurde am 13.04.1666 auf 10 Jahre erteilt. Visite 1673: ?Er weiß nicht wie sich die Einkünfte der Kirche zusammensetzen (1.200 fl.). Das ewige Licht brennt nicht. Ein Messgewand mit roter Farbe fehlt. Der Taufstein ist ganz unrein. Der Schlüssel zum Hochwürdigsten Gut ist in Händen des Messners. Die Monstranz will der Pfleger heuer machen lassen.

1676-1686

Mathäus Pründl von Ebersberg.

Bei der Visitation 1678 ist er 26 Jahre alt. Er war zuvor Cooperator in Schongau. Seine Köchin ist von Rottenbuch 36 Jahre alt. Ein einfacher und rechter Mann. 1679 wird der Pfarrhof als recht baufällig bezeichnet. Die Ökonomie versehen seine Eltern. Seine Schwester Maria heiratete 1684 den Bauern Johann Ott von Berghof Nr. 33. 1686 kam er als Pfarrer nach Stötten am Auerberg. Er vermachte dem Gotteshaus in Niederhofen für einen Nebenaltar 100 fl. und 45 fl. für den Pfarrhof. 500 Kommunikanten.

1686-1689

Christian Gassner von Montfort.

Die Visitation von 1687 berichtet über ihn: Gassner ist 36 Jahre alt. Er ist erst einige Monate hier und hat sich als fleißiger und vorbildlicher Kurat bewährt. Ökonom ist sein leiblicher Bruder. 500 Kommunikanten in der Pfarrei. Er starb in Niederhofen am 08.07.1689 nach langer Krankheit.

1689-1695

Michael Aicher von Füssen, Kurat.

Er taufte erstmals am 11.08.1689 in Niederhofen. Der Pfarrhof war so schadhaft, dass man ihn nun endlich bauen musste, was 1690 bis 1692 geschah. Er hatte bei sich, seine Eltern, eine Schwester und eine Magd. 1693 ist er 30 Jahre alt. Wie der Beamte Ziegler meldet gab es zwischen Kurat Aicher und dem Bauern Hangele von Zwieselried sowie dem Wirt von Buching mehrmals Zwistigkeiten aus verschiedenen Ursachen. Schließlich resignierte er, da er als untätig befunden wurde.

1695

Michael Vischer .

Aus einem Schreiben des Kaplans Johann Eberhard Scheffler an Johann Theoderich Hauser von Gleichenstorff am 03.05.1695 entnehmen wir, dass Michael Vischer vor anderthalb Jahren angeklagt worden sei, er habe seine Magd geschwängert. Die Untersuchung vor weltlichen und geistlichen Behörden ergab die Haltlosigkeit dieser Anschuldigung. Scheffler empfiehlt ihn daher auf ein Benefizium und dies besonders, weil erst der Bruder Vischers gestorben sei und vier Vater- und Mutterlose Waislein hinterlassen habe, die dem Vischer nun aufgebürdet seien. Von Niederhofen sei er fort, weil er von seinen dortigen Pfarrkindern bei dieser ungerechten Diffarmation doch nichts gutes zu erwarten gehabt hätte.

1695-1719

Johann Essendirr von Lengenfeld.

1687 kommt er mit 21 Jahren an die Universität Dillingen, wird am 19.08.1688 Baccalaureus und am 13.01.1690 Magister der Philosophie. Am 21.04.1695 ist sein Einzug in Niederhofen.
Seinem Amtseifer ist der Neubau der Kirche zu verdanken.
Der Visitator meldet von ihm 1706: Johann Essendirr 40 Jahre alt, ein vorbildlicher Priester, fromm und eifrig, ein vorzüglicher Hirte und unermüdlich. Er hat 600 Pfarrkinder und keine Klage gegen diese. Der Pfarrhof ist von der Gemeinde neu erbaut. Die Ökonomiegebäude und Stallungen waren nach dem Dafürhalten Essendirrs zu klein gebaut, weshalb er sich schon 1698 an das Pflegeamt wandte mit dem Antrag einen Getreidekasten und großen Viehstall entweder aus Mitteln des Gotteshauses oder durch Vertrag der Pfarrleute zu bauen. Die Unkosten dafür, berechnet von Zimmermeister Peter Köpf in Buching belaufen sich auf 78 fl. 10kr..
Auch bei der Visitation 1712 ist Essendirr nicht zu verklagen. Fehler sind bei ihm nicht zu finden, nur dass er mit zu großem Fleiß die Ökonomie betreibt. Den Haushalt führt eine Schwester. Am 08.08.1719 meldet Dekan Anton Ulrich Gstöll von Vils an den Generalvikar: ?der Pfarrer von Niederhofen wird von Tag zu Tag unpässlicher, so dass er nicht mehr zelebrieren und noch viel weniger andere Funktionen verrichten könnte. Man möge daher seinen Kaplan Mathias Maurer für die dortige Seelsorge bestimmen?, was auch genehmigt wurde. Johann Essendirr starb am 07.11.1719, 57 Jahre alt. Früher erinnerte ein roter Marmorstein an der Evangelienseite zwischen Chorstuhl und Beichtstuhl an diesen beliebten und verdienstvollen Kuraten.
Die Inschrift lautete:

1719-1721

Johann Georg Ehinger von Leuterschach

Aus dem Visitationsbericht 1720: Johann Georg Ehinger ist 30 Jahre alt. Er ist störrig (störrisch) und bildet sich zuviel ein. Er will ein richtiger Pfarrer sein und nimmt dem Pfarrer in Waltenhofen sein Opfer weg. Auch verrichtet er bäuerliche Arbeiten. Das Volk ist christlich und ohne große Fehler. Den Haushalt besorgen 2 Schwestern und eine Verwandte. Gebäude in gutem Zustand. Ehinger wurde Pfarrer in Petersthal.

1721-1761

Johann Martin Babel von Pfronten.

1722 bei der Visitation ist er 37 Jahre alt. Er predigt meist alle 8 Tage, hält oft Christenlehre. Er hat 900 Seelen unter sich. Man sagt er sei dem Trunk ergeben. 1739 wird er als großer starker Mann geschildert. Er hält zu festgesetzter Stunde Gottesdienst, hat abwechslungsweise Predigt oder Christenlehre und lässt es darin nicht fehlen. Er ist ein trefflicher Mann und klug, wenn er nur Wein und andere berauschende Getränke nicht so sehr lieben würde. Er ist ein guter Ökonom. 892 Pfarrkinder. Das Gutswesen besorgte eine Schwester, 2 Mägde und 1 Knecht. Babel war 40 Jahre Kurat in Niederhofen. Er starb am 26.08.1761 und ist hier begraben.

1761-1794

Martin Ruepp von Füssen

Die erste Taufe in Niederhofen hielt er am 22. Oktober 1761. Eintragungen über Visitationen oder über sein Wirken fehlen. Sein Grabstein enthält die Inschrift: Hier ruht H.H. Martinus Ruepp von Füssen. 33 Jahre Kurat und wahrhaft guter Hirte in Niederhofen, seines Alters 79. Gestorben 11.Dez. 1794. R.i.P.

1793-1794

Johann Michael Columban Fischer . Cooperator

1794-1795

P. Benedikt Maria Pfanzelt . Vikar

1795-1803

Johann Baptist Fotrè (der Franzosenpfarrer)

Er stammt von deutschen Eltern aus Neustadt an der Hardt in Lothringen. Durch die französische Revolution aus der Heimat vertrieben, kam er am 18.02.1794 in das Priesterhaus St. Johann Nep. In München. Da seit 1785 der bayerische Churfürst das Besetzungsrecht für Niederhofen hatte, wurde Fotrè die Seelsorgestelle von Niederhofen verliehen. (27.10.1795). Das bischöfliche freisingsche Kommissariat bezeugt unterm 20.03.1795, dass sich Fotrè während der Zeit da er im Priesterhaus als Kurat angestellt war, durch seine wahrhaft priesterliche Ausführung, durch unermüdlichen Eifer in der Seelsorge, im Beichtstuhl und auf der Kanzel sowie durch seine Bescheidenheit, allgemeinen Beifall erworben habe.
Kurat Fotrè ermöglichte durch seine Eingabe beim Pflegegericht in Hohenschwangau die Anstellung von Josef Epimach Fridl als Lehrer in Buching. Fridl gilt als der Begründer der Blasmusik und des Chorgesangs in Niederhofen.
Nach dem sich die revolutionären Verhältnisse in Frankreich gebessert hatten wurde Fotrè vom Bischof von Metz am 25.04.1803 mit Genehmigung der französischen Regierung auf die Stadtpfarrei Puttlingen in Lothringen berufen. Am 2. Pfingsttag verließ er Niederhofen.
Eine Aufzeichnung des Bauern Stöger von Hegratsried rühmt ihn: ?er war sehr schlicht ? ein Arzt der Seele und des Leibes.?
Bis zur Wiederbesetzung der Stelle versah die Seelsorge Herr Vikar German Schwarz , Ordenspriester von Steingaden, der am 19.08.1803 als Pfarrer von Prem wieder abzog.

1803-1824

Johann Chrysostomus Guglhör .

Geboren am 25.01.1775 in Hagen bei Murnau. Priesterweihe am 30.05.1800. Er war zunächst Kaplan in Murnau und trat am 09.09.1803 als Kuratiebenefiziat die Stelle in Niederhofen an. Er wirkte hier bis 07.10.1824. Die letzten Jahre war er immer kränklich. Vom 15.03.-02.06.1824 half Magnus Amman Kaplan von Steingaden aus.
An der Außenmauer der Kirche beim Sakristeieingang befindet sich der Gedenkstein von J. C. Guglhör, auf dem wir lesen: ?Hier hat seinen Lauf vollendet der hochwürdige und wohlgeborene Herr Johann Chrysostomus Guglhör, geb. in Murnau am 25. Jan. 1775, Priester seit 30. Mai 1800, Kuratbenefiziat seit dem 09. Sept. 1803, gestorben am 07. Okt. 1824.
Vikar war inzwischen Johann Metz , Benefiziat in Schwangau, der fast ein Jahr Niederhofen versah.
Am 16. August 18.25 zog mit außerordentlichen Zeremonien:

1825-1837

Maximilian Nett , Schuhmachersohn von Füssen

in Niederhofen ein. Er war bis zur Auflösung der Klöster, Franziskaner in Füssen, dann Frühmessner in Vils und Roßhaupten. Nett ist geboren am 02.04.1781 in Füssen, zum Priester geweiht am 17.03.1804. Es ist kein Jubelschrei wenn er ins Taufbuch schreibt: ?am 16.08.1825 übernahm ich das Elend, das dieser Pfarrei anhaftet, mein Gott wann werd ich es beenden.?
Am Palmsonntag den 15.05.1832 wurde im Pfarrhof eingebrochen, der Dieb, der unbekannt blieb, stahl 1.300 Gulden und andere wertvolle Gegenstände. 1836 verbreitete sich von Deutenhausen aus eine epidemische Krankheit, das Gelbfieber, das viele Leute befiel und dahinraffte.
Ein Opfer dieser Krankheit wurde auch Maximilian Nett, der am 08.01.1837 starb. An ihn erinnert ebenfalls ein Stein an der Außenseite der Kirche.
Als Vikare wirkten Pater Philipp Jakob Glötzle , Franziskaner aus Füssen vom 10.01.-29.01.1837 und Franz Sales Bihler von Ottobeuren vom 29.01.-16.04.1837. Diesem bereitete man einen herzlichen Abschied mit Blasmusik und Abschiedsrede.

1837-1841

Ignaz Baumgärtner von Liebkofen bei Friedberg.

Er ist geboren am 18.02.1808, empfing die Priesterweihe am 24.05.1831. Er war Kaplan in Baierdissen. 1839 verfasste er eine Kirchenagenda in sehr schöner Schrift. Am 20.01.1841 nahm Kurat Ignaz Baumgärtner schon wieder seinen Wanderstab und kam als Pfarrer nach Pürgen bei Landsberg.

1841-1844

Johann Ev. Rumelsberger von Regensburg.

Ehevor Kurat und Schulbenefiziat ins Strassberg bei Bobingen. Auch seine Wirksamkeit währte nicht lange. Es war die gleiche Familie, die auch seine Vorgänger zum Gehen veranlasst hatte. Am 05.05.1844 zog er nach einer Abschiedspredigt nach Aitrang bei Kaufbeuren.

1844-1854

Michael Eberhard

Geboren am 22.02.1800 in Valbried. Priesterweihe am 28.05.1834. In seiner Amtszeit wurde die Kircheneinrichtung erneuert. Altäre gefasst und ein Tabernakel angeschafft. Am 14.05.1854 hielt er seine Abschiedspredigt und zog am 20.05.1854 nach Wörleschwang.

1854-1858

J osef Schöpf von Pfaffenhausen.

Geboren am 29.02.1816. Priesterweihe 27.05.1841. 1843 Kaplan in Ziemethausen, 1847 Pfarrkarat in Prem, 1848 Hegnenbach, 1849 in Ronried. Kam am 03.09.1854 nach Niederhofen. Erhielt am 25.01.1858 die Pfarrei Kreuztahl.
Nachruf: Nach kurzem, aber segensvollem Wirken schied am 10.02.1858 zum Leidwesen der Gemeinde unser geliebter Pfarrkurat von hier um die ihm verliehene Pfarrei Kreuzthal zu übernehmen. Die Unterzeichneten sind bevollmächtigt, im Namen der Gemeinde dem Scheidenden öffentlich zu danken für die viele Mühe, welche er sich für Kirche und Schule gemacht hat. Die Gemeinde Kreuztahl wolle sich in dem Maße seiner erfreuen, wie wir den erlittenen Verlust bedauern. Die Gemeindeverwaltung: Köpf, Vorsteher; Joh. Ant. Lang, Gemeindepfleger; Alex Lang; Michael Lutz; Peter Straubinger; Franz Heringer; Joh. Ant. Lutz.

1858

Vikar Isidor Bauer aus Füssen

1858-1886

Stephan Schäffler von Pfaffenhausen

Geboren am 28.09.1816, Priesterweihe am 04.04.1846. Kaplan in Schöllang. Erhebung der Kuratie Niederhofen zur Pfarrkuratie durch bischöfliche Urkunde vom 04.05.1864. Visitation 04.09.1866: ?Die Wirksamkeit des Pfarrers kann nur gerühmt werden.? 24.04.1875: ?Pfarrer Schäffler wirkt sehr eifrig und seine Arbeit ist sichtlich von Erfolg gekrönt.? 16.05.1883 Pfarrer Schäffler wirkt seit vielen Jahren hier mit unverdrossenem Eifer und erfreut sich der allgemeinen Hochachtung seiner Pfarrkinder.? Er starb am 09.06.1886 in Niederhofen und wurde hier begraben.

1886-1895

Anton Klaus von Burghagel.

Geboren am 22.09.1843; Priesterweihe am 23.07.1872. 1873 Kaplan in Sulzberg; 1875 Benefiziat in Sulzberg,; 1876 Benefiziat in Pötmes; 1882 Pfarrer in Ollarzried; 1895 Pfarrer in Ungerhausen. Gestorben 25.08.1896. Er arbeitete mit großem Eifer an der Geschichte der Pfarrei, sammelte dazu mit unermüdlichen Fleiß die noch vorhandenen Urkunden in den Bauernhäusern, durchstöberte Akten des Ordinariatsachivs und machte Auszüge aus den Kirchenrechungen, Akten und Matrikeln zu Niederhofen und Waltenhofen. Leider ist auch davon schon wieder viel verloren gegangen.

1895-1896

Ludwig Spalt von Wiggratz, Vikar

1896-1904

Ulrich Litzel von Fleischhausen

Geboren 08.06.1869; Priesterweihe 08.10.1891; Kaplan in Steingaden 19.10.1891; Vikar in Trauchgau 17.12.1892; Hilflspriester in Bayerniederhofen 11.03.1895; Vikar in Osterbuch 16.08.1895; Pfarrkurat in Bayerniederhofen 07.05.1896.
Er setzte sich ein bleibendes Denkmal durch die durchgreifende Renovierung der Kirche 1902/03. Visitation 20.08.1896. Pfarrer Litzel ist ein bescheidener, friedliebender und sehr eifriger Priester.

1905-1916

Friedrich Philipp von Krumbach

Geboren 25.11.1876; Priesterweihe 23.07.1899; 1899 Hilfspriester in Augsburg St. Josefi; 1903 Stadtkaplan St. Max, Augsburg; 09.02.1905 Pfarrkurat in Bayerniederhofen; 06.07.1909 Pfarrer der neu zur Pfarrei ernannten bisherigen Pfarrkuratie Bayerniederhofen. 13.07.1916 Pfarrer in Haldenwang. 19.12.1929 Stadtpfarrer in Nördlingen wo er am 19.03.1940 verstarb.

1916-1961

Sebastian Kümmerle von Hohenfurch

Geboren 27.11.1879; Priesterweihe 31.07.1904; Stadtkaplan in Krumbach 30.08.1904; Stadtkaplan in Augsburg St. Josef 04.05.1905. Vom 19.10.1916 bis zu seinem, trotz des hohen Alters, überraschenden Tod am 11.11.1961, war er 45 Jahre unermüdlicher Hirte unserer Pfarrei. Schon lange vor dem Krieg war er Initiator für den Bau des Pfarrsaales, wobei die nicht mehr benötigten Ökonomiegebäude abgebrochen wurden. Im Krieg 1939-45 wurde über Pfarrer Kümmerle ein Schulverbot verhängt, da er ein überzeugter Gegner des Naziregimes war, durfte er in der Schule keinen Religionsunterricht erteilen. 1949 wurde unter seiner tatkräftigen Führung eine Innen- und daran anschleißend auch die Außenrenovierung der Pfarrkirche durchgeführt. Zur Finanzierung dieser Vorhaben erfand Pfarrer Kümmerle den sogenannten Milchpfennig. Das heißt alle Bauern opferten für jeden abgelieferten Liter Milch einen Pfennig der Kirche. Da in beiden Weltkriegen (1914-18) und (1939-45) jeweils die Glocken (bis auf zwei bzw. eine) abgeliefert werden mussten, wurde in der Amtszeit von Pfarrer Kümmerle zwei mal ein neues Geläut angeschafft, 1923 und 1953. Die Pfarrkirche erhielt in dieser Zeit auch eine neue Orgel und die erste Kirchenheizung. In den Jahren 1922-24 wurde der Friedhof erweitert, 1926 das Kriegerdenkmal errichtet. 1936 wurde das Leichenhaus erbaut und abermals der Friedhof erweitert. Aber schon 1952 war wieder eine Friedhofserweiterung und Versetzung des Kriegerdenkmals notwendig geworden. Pfarrer Kümmerle war ein unermüdlicher Seelsorger, Freund und Helfer der Armen. Sebastian Kümmerle, Pfarrer, geistlicher Rat, Kammerer und Ehrenbürger der Gemeinde Buching. Liebhaber des gregorianischen Chorgesangs, über viele Jahre eine Institution der Pfarrei Bayerniederhofen.

1961-1962

Geistlicher Rat Ludwig Merk

  Der ehemalige Pfarrer von Steingaden lebte im Ruhestand in seinem Haus in Bayerniederhofen und half ein gutes viertel Jahr in unserer Pfarrei aus.

1962-1993 

Georg Keller von Lindenberg im Allgäu.

Geb. am 28.08.1918; Preisterweihe am 21.05.1950. Kaplan in Peißenberg vom 01.08.1950 - 31.07.1953. Kaplan und Benefiziat in Füssen vom 01.08.1953 - 20.02.1963. Pfarrer und geistlicher Rat in Bayerniederhofen vom 22.02.1963 bis zu seinem Tod am 29.11.1993. Über mehr als 30 Jahre ein beliebter und geachteter Pfarrherr. Religionslehrer an der Volksschule in Bayerniederhofen und an der Mittelschule in Füssen. Pfarrer Georg Keller hatte seine erste Wohnung im Schulhaus in Bayerniederhofen, da der alte Pfarrhof abgebrochen und ein neues Pfarrhaus gebaut werden musste. In seiner Seelsorgezeit wurde der Pfarrsaal mit seinen Nebengebäuden umgebaut und 1975 eine Restaurierung der Kirche durchgeführt. Noch in seinem Sterbejahr wurde er Ehrenbürger der Gemeinde Halblech.

1993-2003

Pfarrer Peter Mayr

  Pfarrer Peter Mayr von Trauchgau ist nach dem Tod von Pfarrer Keller auch für die Pfarrei Bayerniederhofen der zuständige Pfarrherr. Am 7. Juli 2003 verunglückte er jedoch bei einer Bergtour tödlich.
Bekannt war Pfarrer Mayr nicht nur für seine seelsorgerischen Tätigkeiten, auch sein soziales und politisches Engagement war über die Region hinaus bekannt. Besonderes Aufsehen erregte er mit einer Luftballon-Aktion gegen die Tiefflieger über Weohngebieten.
Er bemühte sich auch im den interkonfessionellen Dialog und pflegte ein gutes Verhältnis zur evangelischen Nachbargemeinde. Außerdem betreute er viele Jahre lang eine portugiesische Gemeinde bei Augsburg. Dies liegt in seiner langen Zeit im Ausland begründet, die er nur Aufgrund einer schweren Erkrankung beenden musste und später auch nicht mehr fortsetzen konnte.
Vikare:

Pfarrer Volz vom 25.12.1993 - 07.01.1994

Pater Thomas Kozhutara aus Indien vom 17.01.1994 - 16.02.1994

Pater Dr. Jakob Mundacal aus Indien von 14.02.1994 - 16.05.1999

  Nach dem Wegzug von Pater Dr. Mundacal nach Münster in Westfalen wurde der Pfarrhof generalsaniert, Bäder und sanitäre Anlagen wurden überholt und zum Teil erneuert. Auch der Gartenzaun wurde neu erstellt.

Seit 1999

Geistlicher Rat Ludwig Epp aus Roßhaupten

 

Seit Sommer 1999 lebt Geistlicher Rat Ludwig Epp im Pfarrhof in Bayerniederhofen, im Ruhe- oder auch Unruhestand, denn voller Tatkraft widmet er sich noch unserer Pfarrgemeinde.

Im ist es zu Verdanken, dass das christliche Leben in der Pfarrei wiedererwachte. Seine Bemühungen, das Brauchtum nicht nur zu erhalten sondern auch mit Sinn zu erfüllen ist besonders zu loben! Sein Lieblingssatz: "Meiner Lebtag hat man des so gmacht!" drückt schon aus, dass es wichtig ist, über unser Handeln nachzudenken.

Besonders schön sind seine festlichen Gottesdienste und seine ansprechenden Predigten. Er spricht die Leute direkt an, so, wie sie es eben verstehen. Für sein großes Engagement sind wir ihm täglich dankbar...

2002 - 2010 Pfarrer Pater Gracious Naralakkattukunnel
  Pater Gracious ist wurde Nachfolger von Pfarrer Peter Mayr in Trauchgau. Die beiden Pfarreien sind bereits seit dem Jahr 1993 eine Pfarreiengemeinschaft. Damit wurde er gleichzeitig zuständiger Pfarrer für unsere Gemeinde.

Seit 2010

Pfarrer Markus Dörre aus Kaufering
wurde im September 2010 zum 1. Pfarrer der neu geschaffenen Pfarreiengemeinschaft Waltenhofen ernannt